Mehrsprachige Websites: So wirkt Ihr Auftritt in jedem Markt
Übersetzen reicht nicht. Wie Sie eine Website für mehrere Länder und Sprachen planen, damit Google sie richtig zuordnet und Ihre Kundschaft sich zu Hause fühlt.
Eine Website in drei Sprachen ist schnell gebaut. Eine Website, die in drei Märkten verkauft, braucht mehr Sorgfalt. Den Unterschied machen Details: die Struktur, die Sprache Ihrer Kundschaft und die Signale, die Sie Google senden.
Sprache ist nicht gleich Markt
Deutsch in Zürich klingt anders als Deutsch in Hamburg. Schweizer Leserinnen erwarten «ss» statt «ß», Preise in Franken und vertraute Begriffe wie Offerte statt Angebot. Französisch für Genf ist nicht automatisch Französisch für Paris.
Planen Sie deshalb nach Zielgruppen. Die zentrale Frage lautet: Wen wollen Sie wo erreichen? Daraus ergibt sich, ob Sie eine englische Version für alle brauchen oder eigene Versionen für Grossbritannien und die USA.
Die richtige Struktur wählen
Für die Adressen Ihrer Sprachversionen gibt es drei bewährte Wege:
- Unterordner wie itrox.agency/en/. Einfach, günstig und für die meisten Unternehmen die beste Wahl, weil alle Versionen von der Stärke einer einzigen Domain profitieren.
- Länderdomains wie .de oder .fr. Sie wirken lokal sehr vertrauenswürdig, verursachen aber mehr Aufwand bei Pflege und Suchmaschinenoptimierung.
- Subdomains wie en.beispiel.ch. Technisch sauber, aber selten die bessere Wahl gegenüber Unterordnern.
Was Google wissen muss
Damit Google jeder Person die passende Version zeigt, braucht jede Seite hreflang-Angaben. Sie sagen der Suchmaschine: Diese Seite gibt es auch auf Englisch, hier ist sie. Ergänzt wird das durch eine Standardversion mit dem Wert x-default für alle, deren Sprache Sie nicht anbieten.
Ebenso wichtig sind übersetzte Seitentitel, Beschreibungen und Adressen. Eine englische Seite unter /en/leistungen/ verschenkt Potenzial. Unter /en/services/ wird sie gefunden.
Übersetzen oder neu schreiben?
Gute Texte werden für jeden Markt angepasst. Fachleute sprechen von Lokalisierung. Dazu gehören:
- Suchbegriffe, die im Zielmarkt tatsächlich verwendet werden
- Beispiele, Referenzen und Bilder, mit denen sich Ihre Kundschaft identifiziert
- Währungen, Datumsformate, Telefonnummern und rechtliche Angaben
- der passende Ton, vom förmlichen Sie bis zum lockeren Du
Unser Tipp für den Start
Beginnen Sie mit den Märkten, die heute schon Umsatz bringen. Eine perfekt umgesetzte zweite Sprache wirkt stärker als fünf halbfertige. Wir planen mehrsprachige Websites von Anfang an so, dass weitere Sprachen später ohne Umbau dazukommen. Mehr dazu unter Webdesign & Entwicklung und Suchmaschinenoptimierung.
Häufige Fragen
Brauche ich für jedes Land eine eigene Domain?
Nicht zwingend. Für die meisten Unternehmen ist eine Domain mit Unterordnern wie /de/, /en/ und /fr/ die beste Wahl. Sie bündelt die Stärke Ihrer Domain und bleibt einfach zu pflegen.
Kann ich die Texte mit einem Übersetzungsprogramm erstellen?
Als Entwurf ja. Vor der Veröffentlichung sollte jede Sprachversion von jemandem geprüft werden, der die Sprache und den Markt kennt. Kundschaft merkt sofort, ob ein Text für sie geschrieben wurde.
Soll die Website Besucher automatisch auf ihre Sprache umleiten?
Besser nicht. Automatische Weiterleitungen nach Standort ärgern Reisende und können verhindern, dass Google alle Versionen findet. Ein gut sichtbarer Sprachumschalter ist die elegantere Lösung.